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Ausstellungen damals
Im 18. Jahrhundert stieg die gesellschaftliche Anerkennung der Katze, so dass die Zahl der Katzenbesitzer aus Adel und
Bürgertum nun einen starken Anstieg verzeichnen konnte. Die Zucht und Selektion besonderer Rassen erlebte ihre erste
Blütezeit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es genug Katzenliebhaber, um öffentliche Treffen zu organisieren und die
schönsten Tiere von professionellen Züchtern und Amateuren prämieren zu lassen.
Harrison William Weir (* 1824 in Lewes, East Sussex; † 4. Januar 1906) gilt als der Begründer der modernen Katzenzucht und
war der Erstverfasser zahlreicher Rassestandards, der im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstehenden Rassekatzen,
und Autor von Büchern über Rassekatzen. Weir initiierte
zusammen mit seinem Bruder John Jenner Weir 1871 die erste öffentliche Ausstellung von Rassekatzen im Londoner Crystal
Palace, der zahlreiche weitere Ausstellungen folgen sollte. Weir etablierte mehrere
bedeutende Rassekatzen wie beispielsweise Abessinierkatzen oder Siamkatzen indem er deren Rassestandard erstbeschrieb.
Mit dieser großen Katzenschau begann die offizielle Geschichte regelmäßiger Ausstellungen. Im Viktorianischen Zeitalter
wurden diese Zusammenkünfte Anlass zu gesellschaftlichen Treffen der englischen Oberschicht.
Mit der Zeit begannen die Züchter diese Ausstellungen zu nutzen, um ihre neuen Rassen vorzustellen und an deren Verbreitung
zu arbeiten. 1887 wurde der "National Cat Club (NCC)" von Harrison William Weir als erster Katzenzüchterverband,
der die Stammbäume der Rassen erfasste und katalogisierte, gegründet. Weir war bis zu seinem
Rückzug 1890 dessen Präsident und, zusammen mit seinem Bruder, Richter bei Rassekatzenausstellungen.
1898 wurde der zweite Club "The Cat Club" gegründet. Spezialclubs für bestimmte Zuchtrassen folgten, so 1901 der "Blue Persian
Cat Club" und der "Siamese Cat Club". 1910 taten sich englische Katzenclubs zusammen und gründeten das "Governing Council
of the Cat Fancy (GCCF)". 1938 wurde die "Cat Association of Great Britain (CAGB)" als alternative Organisation gegründet.
Inzwischen verbreitete sich das Interesse für Rassekatzen auch rasch in Europa und den USA aus. Im März 1881 wurde
im Bunnel-Museum in Boston die erste Katzenausstellung in den USA organisiert. Doch vor allem die große, im Madison Square
Garden in New York am 5. Mai 1895 veranstaltete Katzenschau, erhöhte die Beliebtheit von Rassekatzen. Im Laufe der Zeit
bildeten sich in diesem weitläufigen Land mehrere Organisationen heraus. 1949 wird die "Féderation Internationale Féline (FIFe)
gegründet, auch entstanden noch andere Dachverbände wie die "World Cat Federation" in Europe, die "Cat Fanciers Association
(CFA, Gründung 1906)", und "The International Cat Association (TICA, Gründung 1979). Ebenso folgten zahlreiche sogenannte
"freien Katzenvereine" die keiner Dachorganisation angehören, die sich jedoch häufig auf die Rassestandards des GCCF stützen.
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